Skeptiker bezeichnen das Mitmach-Web gerne als vorübergehenden Hype. Doch sie täuschen sich. Denn das Web 2.0 stillt in erster Linie das menschliche Bedürfnis nach Austausch und Aufmerksamkeit. Und dieses Bedürfnis regiert die Welt! Für touristische Betriebe lohnt sich also der Einsatz zur Gästegewinnung und -bindung. Wie Sie von diesem Trend profitieren können? Zapfen Sie die neue „kollektive Intelligenz“ einfach an.
Grundsätzlich gilt, jede Erfahrung im Web 2.0 nutzt Ihnen. Dennoch können sie Zeit, Geld und Nerven schonen, indem Sie mit einer gut durchdachten Strategie starten. Diese sechs Schritte helfen Ihnen, ihre eigene Travel-2.0-Strategie zu entwickeln:
1) Lernen Sie das Medium kennen
Machen Sie Bekanntschaft mit den Instrumenten und Plattformen wie Weblogs, Bilder- und Videoplattformen. Setzen Sie sich mit den bekanntesten Begriffen auseinander und überlegen Sie, was Travel 2.0 für Ihr Geschäft bedeutet (mehr in Web-2.0-Begriffe, die jeder Touristiker kennen sollte).
2) Hören Sie zu
Was wird in Bewertungsplattformen und Weblogs über Sie geschrieben? Welche Fotos und Videos wurden über Ihren Betrieb oder über Ihre Destination veröffentlicht. Nutzen Sie die Web-2.0-Suchmaschine Technorati.com oder die Suchinstrumente der verschiedenen Plattformen, um zu erfahren, welcher Gesamteindruck sich im Netz über Ihr Unternehmen, Ihr Service oder Ihre Destination ergibt.
3) Beginnen Sie ein Gespräch
Haben Sie Hobbyfotografen und –videomacher gefunden, die Ihnen besonders gefallen? Dann drücken Sie Ihre Wertschätzung durch einen Kommentar aus, denn dafür sind die Kommentarfunktionen da. Und unterstützen Sie somit die Vernetzung. Indem Sie das höchste Gut schenken: mehr Aufmerksamkeit für Bewertungen, Fotos, Videos und Berichte durch Links von Ihrer Webseite. Setzen Sie beispielsweise die Bewertungen und Berichte Ihrer begeisterten Gäste ein, um Ihr Angebot besser zu verkaufen.
4) Bereichern Sie die Community
Im vierten Schritt bereichern Sie aktiv die Community: Steuern Sie Ihr Know-how – frei von Marketingjargon und Verkaufsabsichten – bei. Das können Insidertipps, praktische Tipps zur Anreise, oder der Hinweis auf besonders inspirierende Bilder und Videos sein. Idealerweise denken Sie sich ein gutes Schlagwort aus, mit dem Contents in Foto- und Videoplattformen zugeordnet werden. Weisen Sie Ihre Besucher vor Ort auf dieses Schlagwort (zu Englisch „tag“) hin: Gäste werden den „Tag“ benutzen, wenn sie ihre eigenen Contents online stellen. Diese sind dann für Sie und andere Gäste leichter zu finden.
5) Experimentieren Sie
Wagen Sie dann den gut geplanten Sprung in die Welt der Weblogs, Plattformen und Communities. Dabei nutzen Sie die zuvor gesammelten praktischen Erfahrungen, um Ihre eigene Strategie zu entwickeln. Stellen Sie nun Ihre eigenen Contents zur Verfügung. Erleichtern Sie Ihren potenziellen Gästen die Recherche und den Entscheidungsprozess, indem Sie auf Ihrer Webseite Links zu Videos über Ihre Destination oder Ihren Betrief auf den vorhandenen Plattformen anbieten. Beachten Sie dabei die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen und die Urheberrechte von Künstlern.
6) Hören Sie zu
Nach der Umsetzung Ihrer ersten Projekte heißt es wieder Zuhören. Wie wird Ihr Eintritt aufgenommen? Welches konstruktive Feedback gibt es? Nutzen Sie Kritik und Lob zur Verbesserung Ihrer Leistungen – online & offline!
Auch wenn es für Sie ungewohnt klingt: Reißen Sie die Mauern zwischen Ihrem professionell gestalteten Contents und den nutzer-generierten Inhalten ein. Der Vorteil für Sie: Diese sind aktueller und glaubwürdiger als Ihre eigenen Materialien.
Wenn Sie mehr wissen wollen oder für 2008 eine Vortragende für Workshops und Events suchen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme.
